FEUERWEHR HAUTNAH ERLEBEN!

Tag der offenen Tür 2017

(28.09.17) Am Sonntag, den 17. September feierten wir unseren alljährlichen Tag der offenen Tür und luden zum Verweilen und Staunen ins Gerätehaus in der Dorotheenstraße ein.

Von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr boten Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Während die Kleinsten an der Spritzwand, beim Bobby-Cars Parcours des Deutschen Roten Kreuzes oder beim Bestaunen der Feuerwehr-Fahrzeuge reichlich Beschäftigung fanden, bestand die Möglichkeit, beim Feuerlöscher-Training selbst einen Entstehungsbrand zu bekämpfen und dabei den richtigen Umgang mit einem Feuerlöscher zu lernen.

Beim Feuerlöscher-Training konnten sich Groß und Klein bei der Brandbekämpfung beweisen.

Ein weiterer Programmpunkt war eine Simulation der Gefahren durch Bioethanol-Kamine, die viele zur Dekoration in ihrem Wohnzimmer verwenden. Bei unsachgemäßer Handhabung oder beim Umkippen des Ethanol-Behälters kann es rasch zu einem Feuer kommen, wie der Versuch anhand eines Teppichs zeigte.

Das Deutsche Rote Kreuz bot unter anderem kostenloses Blutdruckmessen an.

Auch unsere Jugendfeuerwehr zeigte, dieses Jahr gemeinsam mit der Einsatzabteilung, ihr Können. Angenommen wurde ein Feuer im ersten Obergeschoss des Feuerwehr-Gerätehauses, bei dem sich ein Bewohner auf ein Vordach retten konnte und durch die Jugendfeuerwehr mittels Sprungretter gerettet werden musste. Währenddessen befand sich die Einsatzabteilung nach der Alarmierung über ihre Funkmeldeempfänger auf der Anfahrt zum Einsatzort, um unter schwerem Atemschutz und über eine 3-teilige Steckleiter auf das Vordach zu gelangen.

Bei der Durchsuchung des Gebäudes nach weiteren Personen, konnte ein bewusstloser Bewohner nach draußen gebracht werden. Da angenommen wurde, dass keine Drehleiter zur Verfügung stand oder der Einsatzort nicht erreicht werden konnte, musste ein weiterer Trupp die Person mit Leinen mühselig auf dem Vordach auf einer Trage fixieren und anschließend über einen sogenannten Leiterhebel nach unten befördern.

Der Angriffstrupp der Einsatzabteilung geht ins erste Obergeschoss vor.


Über den ganzen Tag versorgte der Feuerwehr-Verein die Gäste mit Speis‘ und Trank‘: Aufgrund des guten Wetters und des unvorhergesehenen Besucheransturms auf die selbstgemachten Burger, waren diese bereits gegen Mittag ausverkauft und auch von den angebotenen Kuchen und Torten blieb kein Stück übrig. Unser Wehrführer Heinrich Graf attestierte der Veranstaltung einen vollen Erfolg, viele Besucher zeigten sichtliches Interesse am Feuerwehrdienst und staunten über die Tatsache, dass die Feuerwehr auch tagsüber – trotz Berufstätigkeit der Feuerwehrleute – eine Hilfsfrist von zehn Minuten einhalten muss. Denn entgegen weitläufiger Meinungen sitzen wir eben nicht den ganzen Tag im Feuerwehrhaus und warten, dass „der Melder geht“.

Die Jugendfeuerwehr beim Löschen eines Kleinfeuers mittels Schnellangriffsrohr.

Lediglich eine Anwohnerin, die ihr Fahrzeug mitten auf der Dorotheenstraße parkte, sorgte für Ärger bei den Floriansjüngern und den Besuchern. Ausgerechnet bei der Anfahrt zur Übung kam das HLF samt Einsatzabteilung nicht weiter. Ein Fall, den wir auch auf Einsatzfahrten häufiger erleben. Auch, wenn derzeit das Thema „Rettungsgasse“ in den Medien immer wieder aufgegriffen wird, sollte man nicht vergessen, dass die Rettungskräfte auch in der Stadt immer wieder auf Verkehrssünder stoßen, die die rechtzeitige Hilfe von in Not geratenen Mitbürgern verzögern. Dabei sollte man sich vor Augen führen, dass innerhalb von zehn Minuten, was der Hilfsfrist entspricht, aus einem brennenden Papierkorb durchaus ein Vollbrand eines Zimmers entstehen kann.

An der Spritzwand kamen auch die Kleinsten voll auf ihre Kosten.


 

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