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Die Zeittafel
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Zeittafel - Freiwillige Feuerwehr Dreieichenhain

 

Erste Aufzeichnungen über Dreieichenhain sind in einer Statistik des Landkreises Offenbach über Ausgaben und die Geräte in den Jahren 1878 und 1879 zu finden. Hier kann folgendes nachgelesen werden: Dreieichenhain hatte 1.073 Einwohner, 215 Wohnhäuser, keine Freiwillige und keine Pflicht-Feuerwehr, 1 Spritze ohne Saugwerk, 3 Leitern, 4 Hakenleitern und 40 Löscheimer, 9 Schläuche mit einer Länge von 37 Meter. Die Kosten der Löschanstalten betrugen für das Jahr 1878 47,54 M ( Mark ) und für das Jahr 1879 51,65 M. 1878 und 1879 fanden keine Brände statt, der letzte Brand war 1876.

Anmerkung: Als Kommandant der Löscheinrichtungen ist niemand aufgeführt. Vermutlich wie üblich in dieser Zeit hatte das Kommando der Bürgermeister.

1904

Im Gasthaus „Zum Frankfurter Hof” – es war der 22.April 1904 – kam es zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain. Erster Kommandant wurde Heinrich Schäfer und zweiter Kommandant Wilhelm Buxmeyer. Es waren 21 Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain die namentlich in der Chronik festgehalten sind.

1910

Laut Statistik des Grossherzogtums Hessen, zum Ende des Jahres 1910 ist über Dreieichenhain und die Freiwillige Feuerwehr folgendes aufgeführt: Dreieichenhain hat 1.934 Einwohner, Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1904 gegründet, der Kommandant war Georg Wenzel, von Beruf Techniker, die Mitgliederzahl der Feuerwehr betrug 45, im Steigerdienst waren 15 ausgebildet, die Hilfsmannschaften betrug 120, man hatte 2 Spritzen, davon eine mit Saugwerk, Baujahr 1892, die Anzahl der Feuereimer betrug 36, die Feuerhaken 3 und die Standfakeln 4.Weiterhin waren vorhanden: 2 Schlauchbrücken, 1 Schlauch- und Gerätewagen, 200 Meter gummierte Schläuche, 1 Schiebeleiter, 2 Leitern ohne Stützen, 3 Dachleitern. Die Ausgaben für das Löschwesen betrugen 707 Mark von der Gemeinde, 420 M von der Landesfeuerlöschkasse, 50 M von anderer Seite und 1.936 M von der Feuerwehr. Insgesamt 3.113 M. Das Verbandsorgan wurde gehalten.

1924

Im Jahre1924 konnte auf ein 20-jähriges Bestehen zurückgeblickt werden. Anlässlich dieses Jubiläums wurde der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain der Kreisfeuerwehrtag des Kreises Offenbach übertragen. Gefeiert wurde am 2., 3. und 4. August in Dreieichenhain.  Am Samstag den 2. August fand abends um 21 Uhr eine Burgbeleuchtung mit  Brillantfeuerwerk statt. Das Feuerwerk hat so gut gefallen, dass man beschloss, es jedes Jahr durchzuführen. So wurde das Feuerwerk im nächsten Jahr am Pfingstsamstag, zur Haaner Kerb, veranstaltet und wurde bis heute zu einer weithin bekannten Attraktion.

1933

Die Bürgermeister der Landgemeinden erhielten ein Schreiben vom Hessischen Kreisamt Offenbach a.M. über die „Gleichschaltung der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Offenbach. Von den Führungskräften wurde politische Linientreue gefordert. Der 1931 gewählte 1. Kommandant Otto Strauß legte sein Amt nieder. Er war Jude.

1935

Am 26. Juni trat das „Luftschutzgesetz“ in Kraft, dass den Begriff "Luftschutzpflicht“ einführte. Die Bevölkerung hatte an Lehrgängen über das Feuerlöschen teilzunehmen. Diese Lehrgänge wurden von den Feuerwehren durchgeführt.

1938

Am 23. November trat das „Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen in Kraft. Die Feuerwehr wurde zur „Feuer-Löschpolzei“. Die Farbe der Feuerwehrfahrzeuge wurde „tannengrün“. Eine reichseinheitliche Feuerwehruniform wurde eingeführt. Alle Vereine und Verbände der Feuerwehren wurden aufgelöst und das Vermögen eingezogen. Die Freiwillige Feuerwehr Dreieichenhain wird motorisiert. Ein angekaufter Taxibus wird in Eigenhilfe zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Von der politischen Führung,
der Stadt Dreieichenhain oder dem Kreis Offenbach a.M oder noch höherer Stelle, erhielt die Freiwillige Feuerwehr eine Tragkraftspritze, eine „TS 8/8“, Fabrikat Bachert.

1939

Die „Ausbildungsvorschrift für den Feuerwehrdienst“ (Polizeidienstvorschrift 23) wurde eingeführt.

1943

Nach den ersten Bombenangriffen in Dreieichenhain und Umgebung wird bis zum Kriegsende nachts auf dem runden Turm der Burg ein Luftbeobachtungsposten eingerichtet, der von der Feuerwehr besetzt wird. Die Feuerwehr Dreieichenhain gehört zur „Feuerwehrbereitschaft Neu-Isenburg“ und wurde nach Luftangriffen in Neu-Isenburg und Darmstadt eingesetzt.

1945

Dreieichenhain war von den Amerikanern besetzt. Als kommissarischer Bürgermeister war der Schullehrer Werner eingesetzt. Dieser wiederum beauftragte auf Anordnung der Amerikaner den Kameraden Georg Hunkel die Freiwillige Feuerwehr wieder ins Leben zu rufen.

1946

Die erste Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain fand am 23.11.1946 im Rathaus statt. Anwesend waren 13 Kameraden. Der Kamerad
Georg Hunkel wurde zum 1. Kommandanten und der Kamerad Arthur Frank zum 2. Kommandanten gewählt. Der „23. November 1946“ ist somit das Datum für den
Neubeginn der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain nach dem 2. Weltkrieg.

1947

Eine Jugendgruppe wird gebildet die aus 14 Kameraden besteht. Das Alter der Kameraden beträgt im Schnitt 18 Jahre. Die Namen sind in der Chronik festgehalten.

1948

Die hessische Landesfeuerwehrschule in Kassel nimmt ihren Betrieb wieder auf. Die Kameraden Georg Schwerdhöfer und Willi Schäfer nehmen an einem
Lehrgang an der Feuerwehrschule teil. Die Planung eines neuen Feuerwehrhauses wird in Angriff genommen. Architekt und Stadtbaumeister Jourdan legt die ersten Pläne vor. Die Stadt Dreieichenhain stellt das Material, die Bauarbeiten sollen in Eigenhilfe durch hiesige Handwerker der Feuerwehr ausgeführt werden.

1949

Die erste Burgbeleuchtung nach dem Kriege wird anlässlich der Haaner Kerb von der Feuerwehr durchgeführt. Am 22.01. brannte der Heuboden und die Stallung des Gasthauses „Zur Krone“ in der Fahrgasse ab. Ein Tragkraftspritzenanhänger wird in Dienst gestellt. Man trägt sich mit dem Gedanken eine Pflichtfeuerwehr einzuführen.

 



 

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