Jahreshauptversammlung Berichtsjahr 2017

Neue Wehrführung und Jugendwarte gewählt

(18.03.2018) Am vergangenen Freitag fand die alljährliche Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain im Gerätehaus in der Dorotheenstraße statt. Wehrführer Heinrich Graf berichtete den anwesenden Mitgliedern aus Einsatzabteilung sowie Alters- und Ehrenabteilung und den Gästen aus Politik und Stadtverwaltung vom vergangenen Jahr. So rückte die Feuerwehr Dreieichenhain zu 136 Einsätzen aus, darunter größtenteils Hilfeleistungseinsätze (50) und Brandmeldeanlagen (49). Die Zahl der gelöschten Feuer belief sich auf 25. Zudem wurden 36 Brandsicherheitsdienste unter anderem am Weihnachtsmarkt und den Burgfestspielen geleistet.
Im Vergleich zum Vorjahr (125 Einsätze) stieg die Anzahl der Einsätze, obwohl es im vergangenen Jahr lediglich einen Unwettereinsatz gab. Den Fahrzeug- und Gerätebestand bezeichnete Heinrich Graf als zufriedenstellend, das Mannschaftstransportfahrzeug sei dringend ersetzungsbedürftig und auch die vor einigen Jahren ausgemusterte Drehleiter sei bislang nicht ersetzt worden. Als gelungene Veranstaltungen führte er die vom Verein finanzierte Heißausbildung für die Atemschutzgeräteträger in Kühlsheim, den Tag der offenen Tür sowie die Brandschutzerziehung an der Grundschule an.

Im Anschluss folgten die Neuwahlen von Wehrführung, Jugendwarten und Ausschuss. Dabei wurde Heinrich Graf in seinem Amt als Wehrführer für weitere fünf Jahre bestätigt. Sein bisheriger Stellvertreter Tim Schoemaker trat nicht mehr zur Wahl an, sein Amt übernahm Dominik Matheis, der bislang das Amt des Jugendwartes begleitete. Selbiges übernahm Jan Kuch, der künftig von seinem Stellvertreter René Rietscher unterstützt wird. Die weiteren Mitglieder des Feuerwehr-Ausschusses Philipp Schwab, Gerätewart René Graf und Atemschutzgerätewart Kai Kaffanke, Thorsten Groß, Michael Jung sowie der im Amt bestätigte Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung Horst Conté wurden von der Versammlung wiedergewählt.


v.l.n.r: Stellv. Stadtbrandinspektor Pasquale Bonifer, Bürgermeister Dieter Zimmer, ehrenamtlicher Stadtrat Heinz Stöhs, Niklas Kaboth, stellv. Jugendwart René Rietscher, stellv. Wehrführer Dominik Matheis, René Graf, Niklas Berk, Jan Ziorkewicz, Sven Knappe, Marcel Graf, Robin Winkel, erster Stadtrat Martin Burlon, Tim Schoemaker, Leon Jung, Stadträtin Renate Borgwald, Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt, Wehrführer Heinrich Graf. Nicht im Bild: Jugendwart Jan Kuch


Abschließend nahmen der stellvertretende Stadtbrandinspektor Pasquale Bonifer, Erster Stadtrat Martin Burlon sowie Bürgermeister Dieter Zimmer noch die Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen vor. So erhielten Thomas Keim für 20 Jahre und Frank Graf für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst die Anerkennungsprämie des Landes. Befördert wurden Tim Schoemaker zum Oberlöschmeister, Dominik Matheis zum Löschmeister, René Graf zum Hauptfeuerwehrmann, René Rietscher und Niklas Kaboth zum Oberfeuerwehrmann, sowie Marcel Graf, Sven Knappe und Niklas Berk zum Feuerwehrmann. In die Reihen der Einsatzabteilung wurden Robin Winkel und Jan Ziorkewicz als Feuerwehrmann-Anwärter aufgenommen.

Als anstehende Termine nannte Heinrich Graf die Ganztagesübung am 07. April sowie das geplante Osterfeuer der Burgkirchengemeinde im Burggarten am Morgen des Ostersonntags und schloss die Veranstaltung nach rund zwei Stunden.

 


Eisrettungs-Übung der Einsatzabteilung an der Hayner Burg


(01.03.2018) Aufgrund der anhaltenden eisigen Kälte hat sich auf dem Weiher an der Hayner Burg inzwischen eine solide Eisdecke gebildet, was unsere Einsatzabteilung in den Abendstunden des Mittwochs (28. Februar 2018) zum Anlass nahm, auf selbigem eine Eisrettungs-Übung durchzuführen.

Dabei probten die Einsatzkräfte das Retten einer ins Eis eingebrochenen Person mittels verschiedener Techniken und Gerätschaften. Die Gefahr bei ins Eis eingebrochenen Personen besteht neben einem Untertauchen unter die Eisdecke und möglichem Ertrinken vor allem die schnell einsetzende Unterkühlung und das Schwinden der Kräfte beim Versuch zurück auf die weiterhin einbrechende Eisdecke zurück zu gelangen.

    


Nachdem gewaltsam ein Loch im Eis geschaffen worden war, begab sich ein Mitglied der Einsatzabteilung in einem Trockentauchanzug ins eisig-kalte Nass. Mit den Lichtmasten der Feuerwehrfahrzeuge wurde die Fläche ausgeleuchtet und mit der „Rettung“ des Kameraden begonnen.

Dazu wurde mittels Steckleiterteilen die Masse des angegurteten Retters auf dem Eis großflächig verteilt und sich der Weg zum Verunglückten gebahnt. Komplizierter und anspruchsvoller ist dabei vor allem den Verunglückten über die Kante des Loches zu ziehen.


Als weitere Möglichkeit zur Rettung wurde unser Hartschalen-Rettungsboot eingesetzt, welches auch bei einbrechendem Eis sicher schwimmen würde und dann mittels Leinen wieder an Land gezogen werden könnte. Auch hierbei war das größte Problem das Aufnehmen des Verunglückten.

  


Wehrführer Heinrich Graf bescheinigte der Eisrettung einen guten Erfolg und bezeichnete sie als hervorragende Möglichkeit seltene Einsatzszenarien zu trainieren, wenngleich wir natürlich hoffen, dass der Ernstfall niemals eintreten wird.

Bei einem Einbrechen ins Eis und der schnell eintretenden Unterkühlung besteht immer Lebensgefahr für den Verunglückten, weshalb nur freigegebene Wasserflächen betreten werden dürfen.

 

Neue Verkaufsstände auf dem Hayner Weihnachtsmarkt!

Auf dem vergangenen Hayner Weihnachtsmarkt war die Freiwillige Feuerwehr Dreieichenhain mit zwei neuen, exakt auf die Bedürfnisse abgestimmten Verkaufsständen vertreten.
Wer also nach der bekannten neon-farbenen Palme auf dem Dach unseres Caipirinha-Standes Ausschau hielt suchte vergeblich.

Die beiden bisherigen Stände, die jeweils Samstagmorgens auf- und Sonntagabends abgebaut werden mussten, waren sichtlich in die Jahre gekommen. Um Personal beim Auf- und Abbau einzusparen und die Mitglieder der Feuerwehr nicht unnötig zu belasten, entschied sich der Vorstand dazu, die beiden Hütten als festmontierte und mit Hebevorrichtung versehene Holzhütten zum Transport auf einem entsprechenden Anhänger in Auftrag zu geben.

Von der Größe und Optik unterscheiden sich die beiden neuen Hütten kaum von ihren Vorgängern, wohl aber in der modernen Innenausstattung. Heißes, fließendes Wasser, LED-Beleuchtung und großflächige Arbeitsplatten erleichtern die Zubereitung von Glühwein, heißem Caipirinha, Fleischkäsebrötchen, „heißer Liebe“ und warmem Orangensaft erheblich. Trotz der hohen aufgebrachten Kosten für die Neuanschaffung blieben die Preise auf dem Niveau der Vorjahre. Die Einnahmen kommen der Feuerwehr Dreieichenhain und deren Jugendarbeit zugute, beispielsweise um von der Stadt nicht beschaffte Ausrüstung anzuschaffen oder Zeltlager der Jugendfeuerwehr zu finanzieren.


 

FEUERWEHR HAUTNAH ERLEBEN!

Tag der offenen Tür 2017

(28.09.17) Am Sonntag, den 17. September feierten wir unseren alljährlichen Tag der offenen Tür und luden zum Verweilen und Staunen ins Gerätehaus in der Dorotheenstraße ein.

Von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr boten Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Während die Kleinsten an der Spritzwand, beim Bobby-Cars Parcours des Deutschen Roten Kreuzes oder beim Bestaunen der Feuerwehr-Fahrzeuge reichlich Beschäftigung fanden, bestand die Möglichkeit, beim Feuerlöscher-Training selbst einen Entstehungsbrand zu bekämpfen und dabei den richtigen Umgang mit einem Feuerlöscher zu lernen.

Beim Feuerlöscher-Training konnten sich Groß und Klein bei der Brandbekämpfung beweisen.

Ein weiterer Programmpunkt war eine Simulation der Gefahren durch Bioethanol-Kamine, die viele zur Dekoration in ihrem Wohnzimmer verwenden. Bei unsachgemäßer Handhabung oder beim Umkippen des Ethanol-Behälters kann es rasch zu einem Feuer kommen, wie der Versuch anhand eines Teppichs zeigte.

Das Deutsche Rote Kreuz bot unter anderem kostenloses Blutdruckmessen an.

Auch unsere Jugendfeuerwehr zeigte, dieses Jahr gemeinsam mit der Einsatzabteilung, ihr Können. Angenommen wurde ein Feuer im ersten Obergeschoss des Feuerwehr-Gerätehauses, bei dem sich ein Bewohner auf ein Vordach retten konnte und durch die Jugendfeuerwehr mittels Sprungretter gerettet werden musste. Währenddessen befand sich die Einsatzabteilung nach der Alarmierung über ihre Funkmeldeempfänger auf der Anfahrt zum Einsatzort, um unter schwerem Atemschutz und über eine 3-teilige Steckleiter auf das Vordach zu gelangen.

Bei der Durchsuchung des Gebäudes nach weiteren Personen, konnte ein bewusstloser Bewohner nach draußen gebracht werden. Da angenommen wurde, dass keine Drehleiter zur Verfügung stand oder der Einsatzort nicht erreicht werden konnte, musste ein weiterer Trupp die Person mit Leinen mühselig auf dem Vordach auf einer Trage fixieren und anschließend über einen sogenannten Leiterhebel nach unten befördern.

Der Angriffstrupp der Einsatzabteilung geht ins erste Obergeschoss vor.


Über den ganzen Tag versorgte der Feuerwehr-Verein die Gäste mit Speis‘ und Trank‘: Aufgrund des guten Wetters und des unvorhergesehenen Besucheransturms auf die selbstgemachten Burger, waren diese bereits gegen Mittag ausverkauft und auch von den angebotenen Kuchen und Torten blieb kein Stück übrig. Unser Wehrführer Heinrich Graf attestierte der Veranstaltung einen vollen Erfolg, viele Besucher zeigten sichtliches Interesse am Feuerwehrdienst und staunten über die Tatsache, dass die Feuerwehr auch tagsüber – trotz Berufstätigkeit der Feuerwehrleute – eine Hilfsfrist von zehn Minuten einhalten muss. Denn entgegen weitläufiger Meinungen sitzen wir eben nicht den ganzen Tag im Feuerwehrhaus und warten, dass „der Melder geht“.

Die Jugendfeuerwehr beim Löschen eines Kleinfeuers mittels Schnellangriffsrohr.

Lediglich eine Anwohnerin, die ihr Fahrzeug mitten auf der Dorotheenstraße parkte, sorgte für Ärger bei den Floriansjüngern und den Besuchern. Ausgerechnet bei der Anfahrt zur Übung kam das HLF samt Einsatzabteilung nicht weiter. Ein Fall, den wir auch auf Einsatzfahrten häufiger erleben. Auch, wenn derzeit das Thema „Rettungsgasse“ in den Medien immer wieder aufgegriffen wird, sollte man nicht vergessen, dass die Rettungskräfte auch in der Stadt immer wieder auf Verkehrssünder stoßen, die die rechtzeitige Hilfe von in Not geratenen Mitbürgern verzögern. Dabei sollte man sich vor Augen führen, dass innerhalb von zehn Minuten, was der Hilfsfrist entspricht, aus einem brennenden Papierkorb durchaus ein Vollbrand eines Zimmers entstehen kann.

An der Spritzwand kamen auch die Kleinsten voll auf ihre Kosten.


 

HEIßAUSBILDUNG

Nichts für schwache Nerven

Am vergangenen Samstag (17.06.17) bot sich für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Dreieichenhain die eher seltene Möglichkeit, einen Brandangriff in Innenräumen unter realistischsten Bedingungen zu üben. Gemeinsam mit vier Kameraden aus Götzenhain und dreien aus Offenthal, die unsere Atemschutzgeräteträger an diesem Tag auf 18 Mann ergänzten, wurden im „International Fire an Rescue Trainingscenter“ (IFRT) in Külsheim (BaWü) verschiedenste bedrohliche Szenarien nachgestellt und der Umgang mit dem Hohlstrahlrohr sowie das Kühlen von Rauchgasen geübt.

Das Kühlen von Rauch erscheint für den Laien zunächst nicht zielführend, schließlich lernt man im Training mit dem Feuerlöscher, dass man den Löschmittelstrahl auf die Flammen und nicht auf den Rauch richten soll.

 


Jedoch handelt es sich beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle meist nicht mehr um einen Entstehungsbrand, sondern bereits um ein Feuer, dass genügend Energie und damit Hitze erzeugt haben kann, um bei plötzlicher Sauerstoffzufuhr zu einem sogenannten „Flashover“ – einer Feuerwalze ausgehend von Brandgasen – zu führen.

Neben einem theoretischen Teil am Morgen, sah die Tagesordnung sowohl reine Demonstrationen „am eigenen Leib“ aber auch selbst durchgeführte Brandangriffe unter schwerem Atemschutz vor.

Diese realitätsnahe Sonderausbildung, die im Ernstfall über Leben und Tod – auch der Feuerwehrangehörigen – entscheiden kann und pro Teilnehmer knapp 250 Euro kostet, wurde uns durch Geldmittel des Feuerwehr-Vereins ermöglicht, da die Stadt Dreieich, als Träger des Brandschutzes, lediglich eine Ausbildung in einer mobilen Brandsimulationsanlage (BSA) finanziert.

 

Im Gegensatz zu einer mobilen BSA, die über Gasventile künstlich befeuert wird, wurden die Feuer in den Übungscontainern des IFRT mit Holzpaletten entfacht, was eine realitätsnahe Ausbildung mit entsprechender Hitzeentwicklung, Flashover und anderen Phänomenen ermöglichte.

 
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